Frescobaldi

Weinprobe im Ritz-Carlton

Gerade erst ist Mathias Brandweiner zum Gastgeber des Jahres gekürt worden. Bei der Gala der Berliner Meisterköche in wenigen Wochen wir es es dann ganz offiziell. An diesem Mittag konnte im Restaurant Pots im Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz einen besonderen Gast begrüßen. Marchese Lamberto Frescobaldi war ins herbstliche Berlin gekommen. „Bei meiner Abreise in Florenz waren dort noch 26 Grad“, meinte er etwas wehmütig. „Aber es ist immer wieder beeindruckend wie sich Berlin von Besuch zu Besuch verändert.“

 

Und klar, wenn Frescobaldi nach Berlin kommt geht es um Wein. Gleich neun Weine und zwei Spumante galt es zu verkosten. Immerhin ist sein Weinimperium über die gesamte Toscana verteilt. Zusammen mit Weinemaster Markus del Monego präsentiert er eine Auswahl. Dabei stach vor allem der Lamaione 2006 vom Castelgiocondo in Montalcino hervor, ebenso wie der 2001 Ripe al Convento vom gleichen Gut.

 

Und dann gab es da noch eine Besonderheit zu verkosten. Einen Wein den nicht einmal die Hersteller des Rebensaftes kosten dürfen. Oder jedenfalls nur einmal im Jahr. Vor der Küste der Toscan liegt die Insel Gorgona. Eine Gefängnisinsel mit ca. 100 Häftlingen. Sie kümmern sich dort unter Anleitung Frescobaldis um die Herstellung des Weines. „Der Wein hat ein spezielles Aroma“, meinte Frescobaldi. „Hope.“ Denn er sorgt nicht nur dafür, dass die Gefangenen eine Arbeit haben. Von einst 85 Prozent Rückfallquote, ist die Zahl nun auf unter zehn gefallen. Nach ihrer Entlassung beginnen etliche bei Weinbaubetrieben zu arbeiten. Und das Beste – der Wein mit dem Namen der Insel ist ein würdiger Vertreter aus dem Hause Frescobladi.