Bundespresseball 2017

Ballnacht ohne Regierung

Wen interessiert schon ob es eine Regierung gibt. Einen Grund zum Feiern gibt es immer. Nun ja die neue Regierung war es bei diesem Bundespresseball so kurz nach der Wahl nicht. Also feierte man eine Atempause in Zeiten unklarer Koalitionen. Der Feststimmung machte es augenscheinlich keinen Abbruch.

So viele Gäste haben der Küchenchef des Restaurants Lorenz Adlon und Adlon-Küchenchef Stephan Eberhard selten. 2.300 Gäste waren es wieder bei diesem 66. Bundespresseball. Davon allein 300 beim Gala-Dinner im Palais-Saal. Dort unter anderem auch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der als Bundespräsident seine Premiere beim Ball hatte. Eien Premiere war es auch für den neuen Adlon-Vhef Matthias Al-Amiry. Mit dabei auch vier Minister der Noch-Regierung.

 

Für sie bot der Zwei-Sterne-Koch Otto Rahmsuppe vom Muskatkürbis, Garnelen, Lauch, Dill und Estragon, gefolgt von Tournedo vom Rind sowie als Dessert Buchteln mit Vanillesauce und Aprikosenkompott.

Für die Flaniergäste bot Eberhard und sein 60-Köche-Team an 40 Foodstationen die verschiedensten Köstlichkeiten und um Mitternacht natürlich die obligatorische Currywurst.

 

Verbraucht wurden u.a. 150 Kg Fisch, 320 Kg Currywurst und 120 L Currysauce, 3000 Austern. Und natürlich jede Menge Bier und Wein und einige Hundert Flaschen Pommery-Champagner

Schon fast traditionell glänzte die Bundeskanzlerin durch Abwesenheit. Dafür waren die Grünenspitze, SPD und Linke und auch die FDP vertreten und es ging natürlich in allen Gesprächen immer wieder um die Regierungsbildung. Auffallend auch - nicht ein einziger Ministerpräsident stürzte sich ins Ballgewimmel. Thema des Abends war in diesem Jahr übrigens Perspektiven. Aber natürlich war nicht nur Politik ein Thema. Es wurde getanzt und hier und da ein wenige gelästert. Etwa über ausgefallene Ballroben.

 

 


Im Balltrubel auch dabei: Jette Joop, Miroslav Nemec, Christine Neubauer, Guido Maria Kretschmar, Uschi Glas…

Irgendwann nach Mitternacht genehmigte sich dann auch Otto mit seinen Kollegen einen Champagner. Alles geschafft!

 

Zum dritten Mal war des Haus nun Bühne für dieses Fest. „Der Vertrag für das nächste Jahr ist schon klar“, so der Hotelchef.