Gartenfest im Bellevue

Frank-Walter Steinmeier lud mehr als 4.000 Gäste ein

Der Sommer war ja nun nicht gerade rekordverdächtig in Berlin. Egal - gefeiert wurde trotzdem viel und nun ist endgültig Schluss mit den Sommerfesten der Saison.

So nannte sogar Berlins Regierender Michael Müller das Sommerfest von Berlin Partner ob des miesen Wetters „das erste Herbstfest der Saison.“ Im Biergarten der Brlo Brauerei am Gleisdreieck wurde trotzdem ziemlich lange gefeiert. Schließlich ist der Koch des Brlo-Restaurants gerade bei der Berliner Meisterköche-Wahl zum Aufsteiger des Jahres gekürt worden. Vielleicht auch das ein Grund für die Wahl des Ortes.

 

Am nächsten Tag passte Müllers Aussage noch besser. Beim Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue, wobei der Präsident vor allem ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft würdigte, kamen die obligatorischen Regenschirme, die es seit Jahren gibt und von denen einige immer mal wieder bei Ebay landen, mal so richtig zur Geltung. Frank-Walter Steinmeier war es ja eine Premiere. Sein erstes Sommerfest. Gut gelaunt tingelte er durch den Park und schüttelte jede Menge Hände und stand für Fotos bereit. Doch nicht nur die Schirme sind Tradition. Der Garten wird auch immer zu einem Foodmarkt. So lieferte die Stäv, die Ende September übrigens ihr 20jähriges in Berlin feiert, Kölsch und Currywurst, die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr war dabei, etliche Weingüter, Fisch aus Hamburg und in diesem Jahr besonders viele Österreicher. Das Nachbarland war Partnerland des Festes 2017. Besonders voll war es am Stand des Steirereck aus Wien und ihrem kulinarischem Erbe sowie auch bei Franz Raneburger, der zwar seit Jahren in Berlin heimisch ist aber eben immer noch seine Heimatküche präferiert. Bei ihm tummelte sich auch die Nussbaumerin Johanna. Auch ihr Restaurant an der Leibnitzstraße ist ja ein Stück Österreich in Berlin.

 

Na ja und dann waren da auch die, die immer da sind. Kein Bundespräsidentenfest ohne Peter Maffay, ebenso wie Wolfgang Stumpf wohl nie fehlt. Gerald Asamoah warb für seine Stiftung für herzkranke Kinder, Thomas Quasthoff genoss am Stand von Raneburger wo auch Regent-Chef Stefan Athmann vorbei schaute.

 

Eine Wiederkehr war es für Christian Wulff und seine Frau. Sie saßen in der ersten Reihe, so wie vor Jahren, als beide noch selbst Gastgeber des Abends waren. Ziemlich lange unterhielt sich Wulff später mit Comedian Serdar Somuncu, der ja zurzeit für Die Partei Wahlkampf macht und Kanzler werden möchte. „Dann weht ein anderer Wind“, scherzte er.

 

Damit ist die Zeit der Sommerfeste nun vorbei. Auf geht’s in die Ballsaison.